Porsche Ausbildungszentrum


NUTZUNG. Ausbildungszentrum, Berufsausbildung

ORT. Strohgäustraße, Stuttgart

BGF. 14.000 m²

STATUS. realisiert

ENTWURF. H+O Architekten

PROJEKTTEAM. Stefan Reik, Carsten Ortholf, Fabian Albrecht, Jannis Bruns, Marian Garcia Lorente


BAUHERR. Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

BAUKOSTEN. 30 Mio. € (Brutto, KG 200-700)

AUFTRAGSART. Bewerbungsverfahren

FOTOGRAFIE. Bernd Seeland


In Stuttgart Zuffenhausen entstand für die Porsche AG eine neue Lehrwerkstatt. Alle Ausbildungsberufe rund um den Fahrzeugbau werden erstmalig in einem Gebäude zusammengeführt. Konzept ist, durch eine kompakte und flexible Gebäudestruktur kurze Wege, vereinfachte Kommunikation sowie sich ändernde Grundrisskonstellationen zu ermöglichen. Werkstätten, Schulungsräume und Sozialräume sind eng miteinander verzahnt und sorgen für konzentriertes Lernen und Lehren. 

Das Porsche-Ausbildungszentrum bildet an der Stammheimerstraße einen wichtigen Auftakt zum Porsche-Areal. Akzentuiert wird dieser Übergang durch den fünfgeschossigen Kopfbau. Hier befinden sich der Zugang des Gebäudes sowie die öffentlichen Funktionen des Ausbildungszentrums. Durch den Einschnitt im Erdgeschoss wird ein großzügiger, überdachter, halböffentlicher Vorbereich geschaffen.

Der Baukörper wird im Grundriss durch vier Treppen- und drei Infrastrukturkerne gegliedert. So entstehen überschaubare Werkstatteinheiten, die von den Meistern aus den zentral angeordneten Büros gut eingesehen werden können. 

Der Zuschnitt des Grundstücks führt zu einer linearen Organisationsstruktur des Ausbildungszentrums. Entlang der inneren Erschließungsstraße für die Schulungsfahrzeuge sind zur Strohgäustraße die großflächigen Werkhallen, nach Süden zur Wohnbebauung die 

kleinteiligeren Schulungsräume und Spezialwerkräume aufgereiht.

Mit einer durchgehenden, mäandrierenden Bandfassade und der homogenen Ausgestaltung des Baukörpers wird dem Ausbildungszentrum ein formaler Rahmen gegeben, der die hybride Struktur des Schul-, Werkstatt- und Bürogebäudes im Einklang mit der Architekturauffassung der Porsche AG zu einer Einheit zusammenfasst. Die Bandfassade ist aus den Parametern der Grundriss- und Schnittfigur entwickelt: Brüstungs- und Sturzhöhen variieren nach funktionalen Prämissen und rhythmisieren den 150 Meter langen Baukörper. 

Durch die robuste Sockelausbildung mit glasierten Klinkerriemchen und den nach Norden filigranen, vertikal stehenden Fenster-formaten wird eine industrielle Anmutung geschaffen.